RESEARCH
Ben Hammott Web-site

Eine Ben Hammott Webseite, zur Erforschung des Rennes-le-Chateau

Die Datierung der Teufelsflasche

Es war noch ein wenig Zeit vor dem Treffen, so versuchte ich etwas über das Alter der Flasche herauszubekommen. Da ich nichts über die Geschichte von Flaschen wusste, durchsuchte ich das Internet. Überraschenderweise fand ich eine Menge Webseiten welche dieses Thema behandelten. Eine Seite war besonders nützlich, da dort beschrieben wurde wie man Flaschen datieren kann. So schrieb ich Digger Odell eine E-Mail ob er mir Informationen über diese Flasche geben kann. Bitte unten klicken um die E-Mail zu lesen.

 

http://www.bottlebooks.com questions ask digger.htm

Indem ich Digger Odell´s Anweisungen folgte war ich nun in der Lage die Flasche exakt zu datieren.

 

 

Es gibt drei Wege, welche Gewöhnlicherweise benutzt werden um Flaschen zu datieren:

 

Da ich das Siegel erhalten wollte entschied ich mich dafür die Flasche in zwei Teile zu schneiden um an die Nachricht zu kommen. Zudem hatte ich bedenken, dass die entrollte Nachricht nicht durch den Flaschenhals passte.

Ich öffnete die Flasche mit einem selbst gebastelten Flaschenöffner, bestehend aus zwei Malerrollen und einem Glasschneider. Zuvor hatte ich diese Methode zehn Mal an anderen Flaschen getestet. Das Ergebnis war, dass sechs Flaschen zerbrachen und vier erfolgreich zerschnitten wurden. Ich konsultierte einen Glasfachmann der mir dann erklärte, dass Flaschen über die Jahre hinweg brüchig werden und es schwierig werden würde die Flasche ohne zu zerbrechen zu öffnen. Das konnte mich aber nicht desillusionieren und ich spannte die Flasche zwischen die Rollen und begann zu schneiden. Unglücklicherweise zerbrach die Flasche genau an der oberen Naht, als ich zu schneiden begann. Offensichtlich war dies die schwächste Stelle der Flasche. Die Flasche war nun zerteilt und ich konnte endlich die Nachricht lesen.

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Der Boden

Am Boden waren keine Spuren zu sehen welche auf eine geblasene Flasche hindeuteten, also musste die Flasche aus einer früheren Periode stammen wo diese Art von Herstellung weniger gebräuchlich war oder nicht mehr genutzt wurde.

Die Naht an der Flasche

Eine Naht entstand dort wo Teile, gewöhnlich in einer Gussform hergestellt, der Flasche zusammengefügt wurden. Betrachtet man sich eine moderne, maschinell gefertigte Flasche so sieht man gewöhnlich zwei Nähte längs der Flasche verlaufen. Unser Artefakt hat keine längs verlaufenden Nähte, woraus man schlussfolgern kann, dass es sich nicht um eine moderne Flasche handelt. Diese Flasche hingegen hat eine Naht welche um den gesamten Umfang verläuft, geradewegs dort wo der schmälere Flaschenhals beginnt. Eine andere Naht verläuft von dieser Naht bis zum Ende des Halses und stoppt kurz vor dem wulstigen Rand. Wenn man diese Flasche mit einer Flasche vergleicht welche dieselben Nähte aufweist kommt man zu dem Schluss, dass es sich um eine Flasche handelt welche in einer dreigeteilten Gussform erstellt wurde.

Der wulstige Rand

Der Flaschenrand wurde nicht als Teil in der dreiteiligen Gussform erstellt, sondern separat gefertigt und letztendlich auf den Hals aufgeschmolzen. Diese Verbindung kann man deutlich sehen und auch ertasten, nach dem die Flasche nun geteilt ist.

Aus diesen Erkenntnissen und den Gutachten von Flaschenexperten, welche ich zusätzlich konsultierte wurde die Flasche zwischen 1840 und 1910 gefertigt, wegen dem Rand möglicherweise näher um die Jahre 1890 bis 1910.

Dies bedeutet, dass die Flasche aus der Zeit von Sauniere stammt und so könnte er der Jenige sein, welcher diese Nachricht schrieb, in dieser Flasche versiegelte und anschließend in der Nähe von Rennes-le-Chateau vergrub, dann die Hinweise in der Kirchendekoration einfügte, so dass die Flasche wieder aufgefunden werden kann. Dies ist jedoch erst das erste Beweisstück, deshalb ist dies nur eine Spekulation meinerseits.

Folge diesem link um mehr über geblasene Flaschen und andere Flascheninformationen zu bekommen.

Flaschenarten und Informationen

Die Flaschennähte im Vergleich

Dreifach Gussform

 

 

Andere Zeichen um das alter der Flasche festzulegen ist die grünliche Farbe des Glases und die Anzahl der Blasen, welche bei der Herstellung entstehen. Zudem ist das Glas nicht glatt, sondern gewarzt. Ich denke die korrekte Bezeichnung ist „Whittle Marks“. Diese entstehen, wenn das heißere Glas auf die kältere Gussform trifft. Man kann diesen Effekt im oberen Bild sehen. Hier sind diese Effekte auch zu sehen, was die Flasche auf die Zeit zwischen 1880 bis zur Mitte von 1890 datiert. Folge diesem link um mehr Informationen über „Wittle und Venting Marks“ zu bekommen. Mehr Hier