
Die rechte Hand des Teufels bildet einen Kreis. Früher hielt der Teufel wohl einen Dreizack, welcher aber unglücklicherweise verloren ging. Die kreisförmige Haltung der Finger konnte ein weiterer Hinweis sein, die Statue mit dem „Teufelssessel“ in Verbindung zu bringen, in dessen unmittelbaren Nähe eine Quelle mit dem Namen „source du cercle“, also die Quelle des Kreises entspringt.
Auf den Bildern zur Rechten kann man deutlich die vorgenommene Änderung der Augenpartie sehen.


Sauniere´s original Teufelskopf (links) und der neue Teufelskopf (rechts)
Ich war nicht der erste, welcher die Verbindung zu dem verrenkt sitzendem Dämon oder Teufel und dem leeren, aus einem großen Felsen heraus gemeißelten Sitz, welcher an der Flanke unweit des Dorfes Rennes-les-Bains zu finden ist. Dieser Steinsitz ist bekannt unter dem Namen „le fauteuil de diable“- Der Stuhl des Teufels. Viele waren bereits dort und fragten sich, warum Sauniere ausgerechnet auf diesen Punkt verweist. Zu meinem Glück hatte bis dahin keiner den Schlüssel komplett angewandt.
Ich bin ich mir sicher, dass Andere die Verbindung als „zu offensichtlich“ ansahen und deshalb ignorierten. Ich tat das nicht!
Für mich schrie das Teufel und Engel Arrangement förmlich danach aufgelöst zu werden. Wie konnte man die lateinische Inschrift, welche unter den Füßen der Engel platziert ist ignorieren?

'PAR CE SIGNE TU LE VAINCRAS'
“Durch dieses Zeichen wirst du Ihn besiegen”
'BY THIS SIGN YOU WILL VANQUISH, or DEFEAT HIM.'
Sauniere hat den original Satz ein wenig abgeändert, indem er „le“ einfügte. Das gab dem Satz eine andere Bedeutung. Zudem ergab sich durch die Extrabuchstaben eine Satzlänge von 22 Buchstaben- Eine Zahl die in diesem Mysterium eine große Rolle zu spielen scheint.
Das hinzugefügte „Ihn“ konnte den Teufel meinen, aber auch Sauniere persönlich, als wolle er uns sagen, dass wir durch die Auflösung dieses Rätsels in der Lage sein werden SEIN Puzzle zu lösen. .
Dieses „Zeichen“ wird offensichtlich von den Engeln gezeigt, in dem Sie mit den Händen das Kreuzzeichen vollführen. Also eigentlich nichts anderes als eine umgedrehte 4.


Um die Dinge einfach zu halten, ignorierte ich vorerst das “Engelszeichen”. Nachdem ich in Begleitung von Sandy Hamblett nach Rennes-les-Bains reiste und den Hügel zum Teufelssessel und der Quelle des Kreises bestieg, setzte ich mich auf den Steinsessel und versuchte mit Hilfe eines Fotos die selbe Position, welche der Teufel in der Kirche einnimmt, nachzuahmen. Nun schaute ich auf einen Punkt auf dem Boden, so wie der Teufel den Boden der Kirche anstarrt. Ich markierte ihn und begann dort zu graben, fand aber außer steinigem Untergrund nichts.

Nun war Plan zwei an der Reihe.
Falls ich dort was finden wollte, musste das Zeichen irgendwie mit einbezogen werden, also maß ich den Abstand zwischen den Fingern des linken und des rechten Engels und übertrug diesen Abstand auf die Markierung vor dem Sessel. Das Resultat war das gleiche wie beim ersten Mal-nichts!
Plan drei.
Ich studierte die Statue noch einmal, um zu sehen, was ich falsch machte, dann bemerkte ich die linke Hand des Teufels. Vier Finger lagen auf seinem Knie, aber der Daumen zeigte zur Seite. Konnte das der Hinweis sein den ich nicht beachtet hatte?
Eventuell musste ich wieder die Messung der Engel vornehmen und der Daumen zeigte eine Richtung oder ein bestimmten Winkel an. Ich maß nun 4 Mal die Länge zwischen den Statuen ab und markierte den Punkt. Es schien mir zwar ein wenig aus dem Stegreif zu sein aber ich hatte irgendwie ein gutes Gefühl, dass ich letztendlich auf der richtigen Spur war. Ich begann mit meinem Werkzeug eine lange Furche zu ziehen um etwaige Fehlkalkulationen meiner Rechnung mit einbeziehen zu können. Nach einer Tiefe von 18 Inches (zirka 45 cm; Anm. des Übers.) stieß ich auf einen kleinen Stein. Ich zog Ihn heraus um meine Grabung fortzusetzen, als ich etwas auf dem Stein bemerkte. So bürstete ich den Stein ab und zum Vorschein kamen Markierungen welche nicht natürlich waren. Ich rief Sandy zur Bestätigung zu mir herüber. Da der Stein immer noch voller Lehm war, wuschen wir Ihn in der nahen Quelle, nun waren die Zeichen deutlich erkennbar und wir realisierten, dass wir das erste Puzzle gelöst hatten. Aufgeregt begannen wir zu überlegen, was die Zeichen bedeuten könnten. Ich weiß nicht mehr genau, ob ich oder Sandy als erstes die zwei Buchstaben und deren Signifikanz erkannte.
Die zwei in den Stein gravierten Buchstaben waren, B und S. Nicht nur, dass diese Zwei Buchstaben auf der Eingangsstatue in der Kirche erscheinen, sondern Sie sind auch die Initialen von Berenger Sauniere, dem Priester von der Magdalenen Kirche in Rennes-le-Chateau.
Zu all dem zeigte ein Engel genau auf diese zwei Buchstaben.
Weiterhin zeigt der Engel auf die Inschrift und den Dämon welche, wie wir soeben gesehen haben, wichtig waren um das Rätsel zu lösen. Vielleicht war das ein weiterer Hinweis, dass wir auf der richtigen Spur waren.
So aufgeregt wir auch über den Fund waren, war es trotz allem nur ein gravierter Stein. Es sei denn, die Markierungen führten uns zu einem bestimmten Punkt und glücklicherweise taten sie es.

Der Stein des Teufels
Folgende Funde entdeckte ich durch das Entschlüsseln der Engel und Teufel Statue von Sauniere, welche einem als erstes ins Auge sticht wenn man die Kirche in Rennes-le-Chateau betritt. Diese war der Erste von vielen Funden die ich im Laufe der nächsten Jahre entdecken sollte.
